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Unterschiede zwischen Wolfs- und Giraffensprache
Dies soll keine Gegenüberstellung nach dem Muster gut - schlecht, richtig - falsch sein, sondern ist ein Versuch, die tendenziellen Unterschiede zwischen Wolfs- und Giraffenhaltung und -sprache deutlich zu machen. Wolf und Giraffe sind nur Symbole!!!
Dabei gibt es in der Realität Überschneidungen, einen Wechsel zwischen Giraffe und Wolf und vielleicht einen Entwicklungsprozess zu mehr Giraffenbewusstsein.
Der Wolf wird immer ein bedeutender Teil in unserem inneren Ensemble sein und er braucht viel Wertschätzung für seine bisherige Arbeit und seinen guten Willen. 

Wolfssprache

Giraffensprache

                 

                

Richten ihre Aufmerksamkeit eher auf Kategorien wie gut/ schlecht, richtig/ falsch oder was allgemein als Verhalten akzeptiert ist (Konventionen/ Gesetze).

Richten ihre Aufmerksamkeit auf die eigenen und fremden Bedürfnisse im Moment und versuchen eine gemeinsame Lösung zu finden, wo möglichst alle Bedürfnisse erfüllt werden.

Benutzen eine Sprache, die klassifiziert, bewertet, diagnostiziert und in Schubladen steckt

Benutzen eine Sprache, die es ermöglicht klar auszudrücken, was in ihrem Herzen vorgeht

Benutzen häufig Verallgemeinerungen wie "Immer, nie, alle"

Führen spezifische Situationen als Beispiele an, konkret.

Benutzen viele moralische Urteile, was am anderen falsch ist (Du-Botschaften)

Sprechen in Werturteilen, was ihnen wichtig ist (Ich-Botschaften)

Halten ihre Urteile/ Diagnosen für allgemeinverbindlich und objektiv, sie klingen unumstößlich: "Das ist falsch! Er ist ein Faulenzer."

Erkennen die Subjektivität der eigenen Urteile/ Wahrnehmungen und drücken es als solche auch aus: "Ich glaube, dass.../ Ich bewerte es als..."

Richten ihre Aufmerksamkeit vorwiegend auf Fehler

Richten ihre Aufmerksamkeit vorwiegend auf das, was gut ist

Verwenden Diagnosen und Urteile als Tatsachen: "Du bist aggressiv..., du bist faul..., du bist unmöglich."

Beschreiben, was sie wahrnehmen, ohne zu bewerten, trennen Wahrnehmungen von Interpretationen

Halten ihre Urteile und Diagnose für Beschreibungen von Gefühlen, z.B. "Ich fühle mich von dir ausgenutzt!"

Trennen die Beschreibung des Verhaltens von ihren Gefühlen

Benutzen ihre Gefühle, um andere Menschen durch Schuldgefühle zu kontrollieren und zu manipulieren

Offenbaren Gefühle, um anderen Menschen Gelegenheit zu geben, sie zu verstehen und mit Mitgefühl zu reagieren

Verstecken ihre Gefühle und Bedürfnisse hinter Entschuldigungen und Rechtfertigungen

Gefühle und Bedürfnisse werden mitgeteilt und offen gelegt

Kennen meist nur zwei Worte, um Gefühle zu beschreiben: "gut" und "schlecht"

Haben einen reichen Wortschatz, um auszudrücken, wie sie sich fühlen

Glauben, dass sie für die Gefühle der anderen verantwortlich sind: "Du fühlst dich..., weil ich..."

Glauben, dass jeder für seine Gefühle selbst verantwortlich ist: "Du fühlst dich..., weil du brauchst..."

Glauben, dass andere Menschen die Ursache ihrer Gefühle sind: "Ich fühle mich..., weil DU.."

Meine Bedürfnisse sind die Ursache meiner Gefühle: "Ich fühle mich..., weil ICH ..."

Haben soviel Angst, NEIN zu sagen, dass sie die Bedürfnisse anderer Menschen nicht wertschätzen können

Können die Bedürfnisse anderer wertschätzen, auch wenn sie NEIN sagen

Die eigenen Bedürfnisse sind schlecht. "Kinder, die was wollen, kriegen was auf die Bollen!"

Die eigenen Bedürfnisse sind göttlich, ein Geschenk für mein Gegenüber (Santa-Claus-Energie HOHOHO)

Erleben Schmerz, der entsteht, wenn Bedürfnisse UNTERdrückt werden

Erleben Schmerz, der entsteht, wenn Bedürfnisse AUSgedrückt werden.

Sich Durchsetzen + Manipulieren sind Strategien, um die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen

Klarer Selbstausdruck und Bereitschaft, einfühlsam zuzuhören, sind die Strategien, um die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen

Drücken ihre Bedürfnisse unklar und verschwommen aus, wissen oft nicht, was sie genau wollen, aber erwarten es vom anderen: "Mach mich glücklich und lese mir die Wünsche von den Augen ab!"

Drücken ihre Bedürfnisse in klaren, jetzt machbaren Bitten aus, die positiv formuliert sind und konkret machbares Verhalten beschreiben

Benutzen eine Sprache, die anderen keine Wahlmöglichkeiten lässt: "Du hast zu..., Du solltest..., Du musst..."

Sagen genau, was sie wollen und stellen klar, dass dies eine Bitte ist oder ein Wunsch. Dabei lassen sie dem anderen die Verantwortung für seine Entscheidung

Übernehmen keine Verantwortung für das eigenen Handeln: "Ich kann nicht/ Ich darf nicht/ Das ist nicht erlaubt"

Übernehmen die Verantwortung für das eigene Handeln: "Ich möchte es nicht tun/ Ich habe noch gelernt, das ... zu tun"

Verneinen die persönliche Wahlmöglichkeiten

Erkennen die persönlichen Wahlmöglichkeiten

Sagen meist, was sie nicht wollen

Sagen, was sie wollen (posit. Handlungssprache)

Sagen BITTE auf eine Art, die meist verhindert, dass ihre Bedürfnisse erfüllt werden

Sagen BITTE auf eine Art, die es erleichtert, dass ihre Bedürfnisse erfüllt werden

Sprache der Forderungen: "Bitte tu das und wenn du es nicht tust, dann sorge ich dafür, dass du es bereust"

Sprache der Bitten: "Bitte tu das, aber nur, wenn du es mit Freude tun kannst, ohne Angst vor Bestrafung oder Schuld- und Schamgefühlen."

Fordern von anderen, dass sie bestimmte Gefühle haben sollen

Bitten andere um etwas, was sie tun können (konkretes Verhalten)

Wenn jemand etwas tut, was sie nicht mögen, dann beurteilen und diagnostizieren sie, was mit dem anderen nicht stimmt

Wenn jemand etwas tut, was sie nicht mögen, dann teilen sie ihre Gefühle, Bedürfnisse und Bitten mit

Hören die Bitten von anderen als Forderungen, Zwang und Verpflichtung

Hören auch Forderungen als Bitten

Denken, dass Verständnis für andere Menschen bedeutet, die eigenen Bedürfnisse aufzugeben

Haben mitfühlendes Verständnis für die Bedürfnisse anderer Menschen und für die eigenen

Hören in allem, was gesagt wird, Urteile, Ablehnung und Kritik

Hören die Gefühle, Bedürfnisse und Bitten anderer Menschen, unabhängig davon, was gesagt wird

Stellen W-Fragen, offen oder geschlossen. Wollen einen Sachverhalt verstehen oder selbst das Gespräch beeinflussen

Reden wenig, hören zu, stellen Fragen, um besser die Gefühle/ Bedürfnisse zu verstehen: Fühlst du..? Brauchst du...?

Hören selektiv zu

Hören empathisch zu

Leben in einer Welt der Konkurrenz und des Mangels: "Ich muss kämpfen, um meine Ziele zu erreichen!"

Leben in einer Welt der Kooperation und des Überflusses: "Ich bin innerlich reich und es ist genug für alle da!"

Sind wir alle erlernte Experten drin

Ist unsere "natürliche" Sprache, die wir wieder entdecken und lernen können, wenn wir uns dazu entscheiden

Sehen nur Wölfe

Sehen nur Giraffen