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Was GFK für mich bedeutet
Ich mag es, die verschiedene Persönlichkeitsanteile in mir zu entdecken und ihnen von meiner inneren Giraffe Einfühlung zu geben, dem kleinen traurigen Kind, dem Romantiker, dem Antreiber, Perfektionisten oder Faulenzer. So finde ich mehr Frieden in mir selbst, ein Frieden, der ausstrahlt und auch mein soziales Leben mitprägt. Diese Technik ist ungemein effektiv und hilfreich in schwierigen Konfliktsituationen. Als dritte Partei oder Mediator gibt es so ein wirksames Hilfsmittel, Konflikte von der festgefahrenen Positionenebene auf die flexiblere und höhere Ebene der Bedürfnisse zu heben, die beiden Parteien so zu gegenseitigem Verständnis und Akzeptanz zu führen, die Feindbilder durch Herzenskontakt zu ersetzen. Und es kann Heilung bringen, wenn im nachhinein die vielen schmerzhaften Situationen noch einmal durchlebt und gelöst werden können. Es entsteht dabei ein heilsamer Schmerz, wenn die wirkliche Trauer sich ausdrücken kann und so der Ballast der Vergangenheit etwas leichter wird. GFK wird ganz unterschiedlich und individuell gelebt und ist doch eine universelle Kraft, die unmittelbar sichtbar wird. Für mich gibt es kein "reines GFK", aber einen gewissen Standard an Erkenntnissen. Dieser findet sich in den Büchern von Marshall Rosenberg oder in den Zertifizierungsunterlagen des CNVC. Daneben gibt es unterschiedliche Akzentuierungen, die von Lehrer zu Lehrer, Mensch zu Mensch anders sind und sich im Lernprozess entfalten, entwickeln und wandeln. Wo liegen die individuellen Schwierigkeiten in und um die GFK? GFK ist kein Allheilmittel, kein Wunderwuzzi, mit dem wir alle unsere mitmenschlichen Probleme lösen können. Mir fällt innerhalb des Netzwerkes von GFK auf, dass es einfach auch einen Unterschied zwischen Seminarwirklichkeit und dem Leben außerhalb der Seminare gibt, dass einige Trainer dann im wirklichen Leben entweder nicht die Zeit für einen Giraffentanz haben oder es dennoch zu Zerwürfnissen kommt (und da nehme ich mich nicht aus ;-) Ein Ideal von mir wäre die Übereinstimmung von Lehre und Leben, aber das ist ein Ideal. Der innere Perfektionist möchte, dass beides eins ist, muss aber immer wieder die eigene Unvollkommenheit erfahren.
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