Zertifizierung

Nähere Infos zu den Lernwegen zum GFK-Trainer in einer 4seitigen Übersicht

Ich möchte GFK-Trainerin werden. Welche Möglichkeiten gibt es da?

Der Begriff „Gewaltfreie Kommunikation“ ist von der Wortmarke her nicht im deutschsprachigen Raum geschützt. Jeder kann sich theoretisch „Trainer für gewaltfreie Kommunikation“ nennen. Es gibt keine rechtlichen Konsequenzen, wenn man/frau das tut ohne einer Trainergemeinschaft angebunden zu sein.
Von Marshall Rosenberg und der von ihm gegründeten Organisation, dem Center for Nonviolent Communication (CNVC), gibt es eine Reihe von Bitten/ Richtlinien für nicht dort zertifizierte Trainer.
Wie immer in der GFK sind das Bitten und keine Forderungen :-), an die sich ein Großteil der deutschsprachigen Trainer halten. Aber nicht alle und wie gesagt, es gibt keine wirklich negativen Konsequenzen.

In Österreich gibt es einen Art zweistufigen Prozess zum GFK-Trainer:
1) Mitgliedschaft im Verein Netzwerk Gewaltfreie Kommunikation Austria und Präsentation der Angebote auf dieser Homepage.
2) a) Zertifizierung über das CNVC 
2) b) Anerkennungsverfahren über den Fachverband

Mitgliedschaft im Verein Netzwerk Gewaltfreie Kommunikation Austria und Präsentation der Angebote auf dieser Homepage
Der Verein ist ein Zusammenschluss aller GFK-Interessierten in Österreich und bietet die Möglichkeit, eigene Übungsgruppen und Trainings über die Vereinshomepage zu bewerben.
Die Mitgliedschaft ist recht leicht zu erwerben, Kosten 35,– Euro pro Jahr: http://www.gewaltfrei.at/mitglied-werden-herzlich-willkommen
Soweit ich mich erinnere, kann jedes Mitglied Übungsgruppen auf der Homepage anbieten.
Wer eigene Trainings über die Homepage anbieten möchte, bezahlt einen erhöhten Mitgliedsbeitrag von derzeit 85,– Euro pro Jahr und braucht mind. 30 Tage Training bei mind. drei verschiedenen Trainern, die entweder schon auf dieser Website sind. Die aktuellen Kriterien für die Mitgliedschaft sind hier zu finden..

Darüberhinaus und verbindend damit kann man/frau entweder die Zertifizierung über das CNVC anstreben oder die Anerkennung über den Fachverband.
Beide verlangen ca. 50 Tage bei zertifzierten oder vom Fachverband anerkannten Trainern sowie eine Vielzahl unterstützenden Maßnahmen.
a) Mehr Infos zur Zertifizierung über das CNVC
b) Mehr Infos zum Anerkennungsverfahren des Fachverbandes

Es gibt inhaltlich keinen wirklichen Stufen-Lernplan. Meistens kommt es nur auf die Anzahl der Trainingstage an und dass sie bei unterschiedlichen Trainern absolviert werden.
Ich und einige Kollegen bieten Trainerausbildungen an, die zwischen 18-22 Tage für die verschiedenen Möglichkeiten anbieten und das ist sicherlich ein guter Start.
Für das Österreichische Netzwerk benötigen Sie dann noch zwei weitere Trainings bei jeweils anderen Kollegen des Netzwerkes, für die Zertifizierung nach CNVC/ das Anerkennungsverfahren des Fachverbandes braucht es weitergehende Trainings und Hospitationen, eigene Übungsgruppen sowie eigene Trainings unter Supervision.

Meine Trainings werden derzeit für alle drei Verfahren anerkannt.
Neben dieser GFK-Ausbildung braucht das Trainerdasein noch eine umfassende methodisch-didaktische Schulung sowie eine wirtschaftliche Ausrichtung.

Methodik und Didaktik wird unterschiedlich stark bei einigen Trainern vermittelt – meistens ist es ein Randthema. Deshalb wäre es wichtig, dass Sie entweder schon als Trainer arbeiten und somit alle Fertigkeiten haben oder Sie kümmern sich um eine reine Trainer-Ausbildung, bei der es um die Methodik und Didaktik geht unabhängig vom Inhalt.

Die wirtschaftliche Ausrichtung ist ebenfalls bedeutsam. Möchten Sie die GFK als Hobby, Nebenerwerb oder als Brotjob sehen?
Viele Trainer sehen die GFK als Hobby oder Nebenerwerb, einige wenige können davon leben. Zum Glück werden die Trainings auch immer mehr von Unternehmen und NPOs nachgefragt. Wichtig wäre, dass Sie schon Inhouse-Kunden haben oder einen leichten Zugang zu Kunden bei offenen Seminaren.
Eine GFK-Trainer-Ausbildung allein bringt noch keine zahlenden Kunden und das gehört auch gut berücksichtigt und überlegt.

 

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